Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Ankaras sind Anıtkabir, wo das Museum für Atatürk und den Unabhängigkeitskrieg unter die Ehrenhalle reicht; das Museum für anatolische Zivilisationen unterhalb der Burg; die Burg und die Altstadt innerhalb ihrer Mauern; und in Ulus die beiden Gebäude, in denen die Große Nationalversammlung von 1920 bis 1960 tagte. Dann folgen die Hacı-Bayram-Veli-Moschee, an den Augustustempel angebaut, die Römischen Thermen, das Ethnografische Museum und die restaurierten Häuser von Hamamönü. Weiter draußen sind Gordion, Beypazarı, die Seen Eymir und Mogan und die Wälder von Soğuksu jeweils einen Tag wert. Unten sind sie nach Gebieten geordnet; jeder Ort hat auf dieser Website einen eigenen Führer mit den Besuchsinformationen.
Anıtkabir und das Atatürk-Museum
Das Museum betritt man durch den Misak-ı-Millî-Turm, der rechts liegt, wenn man vom Zeremonienhof auf das Mausoleum blickt. Es wurde 1960 als Anıtkabir-Atatürk-Museum eröffnet. 2002 wurde es in den Säulenraum unter der Ehrenhalle erweitert und erhielt seinen heutigen Namen.
Es besteht aus vier Teilen. Der erste zeigt Gegenstände, die Atatürk benutzte, Geschenke ausländischer Staatsmänner an ihn und Besitztümer, die seine Adoptivtöchter gestiftet haben. Der zweite enthält das Panorama und Ölgemälde von Gallipoli, der Schlacht am Sakarya und der Großen Offensive. Der dritte behandelt den nationalen Befreiungskampf und die Reformen von 1919 bis 1938 und umfasst die Grabkammer. Der vierte ist seine eigene Bibliothek mit 3.123 ausgestellten Büchern.
Die Burg und die Altstadt um sie herum
Niemand weiß, wann die Burg von Ankara zuerst errichtet wurde; sie stand bereits, als die Galater kamen, und die Römer reparierten sie. Die innere Mauer ist byzantinische Arbeit des 7. Jahrhunderts, im 9. wieder aufgebaut, und trägt zweiundvierzig fünfeckige Türme von vierzehn bis sechzehn Metern Höhe, während sich die äußere Mauer in Form eines Herzens herumzieht. Viele Häuser des osmanischen Ankara stehen noch im Inneren. Im Viertel İç Hisar hat die Alaaddin-Moschee eine Minbar, deren Inschrift die erste Moschee an dieser Stelle auf 1178 datiert.
Das Museum für anatolische Zivilisationen ist in zwei osmanischen Gebäuden unterhalb der Burg untergebracht, dem überdachten Markt Mahmut Paşa und dem Kurşunlu Han. Als hethitisches Museum gegründet, nahm es nach und nach auch die anderen Zivilisationen Anatoliens auf; in den Sälen sind weniger als fünf Prozent der Sammlung ausgestellt. Das erste Museum der Stadt war 1921 in einem Burgturm, Akkale, eröffnet worden; die ersten Räume hier empfingen 1943 Besucher, der heutige Name stammt von 1968.
Zwei Privatmuseen liegen nahe der Burg. Das Erimtan-Museum für Archäologie und Kunst, das erste Privatmuseum Ankaras, besitzt rund zweitausend Objekte, überwiegend aus Anatolien und größtenteils späthellenistisch und römisch, so angeordnet, dass sie ein Bild des römischen Alltags ergeben. Gegenüber dem Haupttor der Burg füllt das Rahmi-M.-Koç-Museum, das erste Industriemuseum der Stadt, den Çengelhan und den Safranhan von 1511 mit mehr als viertausend Objekten in 32 Räumen, von Modellen und Dampfmaschinen bis zu Oldtimern.
Zwei alte Moscheen stehen nahe der Burg. Die Aslanhane-Moschee von 1290 neben der Zitadelle ruht auf hölzernen Pfosten und Balken; sie steht auf der Welterbeliste, als zweites Kulturgut in Ankara nach Gordion, und verdankt ihren geläufigen Namen einem antiken Marmorlöwen, der in die Wand des gegenüberliegenden Grabbaus von Ahi Şerafettin eingesetzt ist. Die Ahi-Elvan-Moschee in Koyunpazarı entstand zwischen 1331 und 1389 im Viertel der Ahis, einer Bruderschaft von Handwerkern, und lohnt den Besuch wegen ihres in seldschukischer Tradition geschnitzten hölzernen Innenraums.
Ulus: die Parlamentsgebäude und die frühe Republik
Das Museum des Unabhängigkeitskriegs wurde 1916 als Klubhaus für das Komitee für Einheit und Fortschritt begonnen und blieb unvollendet; als die Große Nationalversammlung am 23. April 1920 eröffnet werden sollte, taugte kein anderes Gebäude in Ankara, also wurde es mit Dachziegeln von den Häusern der Stadt fertiggestellt. Aus rosa und violettem Ankara-Stein erbaut, beherbergte es die Versammlung bis zum 15. Oktober 1924. Das Museum der Republik ist das zweite Parlamentsgebäude, entworfen von Vedat Tek und von 1924 bis 1960 als Parlament genutzt. Atatürk hielt in seinem Plenarsaal im Oktober 1927 an sechs Tagen seine Große Rede, und die Ausstellung behandelt die ersten drei Präsidenten, Atatürk, İnönü und Bayar.
Direkt gegenüber dem Museum der Republik steht das Ankara Palas, erbaut zwischen 1924 und 1927. Als Hotel und Gästehaus war es Schauplatz der Republikbälle und empfing Gäste wie König Amanullah Khan von Afghanistan und Dwight Eisenhower; seit dem 21. Februar 2024 ist es das Ankara-Palas-Museum. Am Ulus-Platz befindet sich das Museum der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Türkiye İş Bankası im Hauptsitz der Bank von 1929, entworfen von Giulio Mongeri, mit einem ovalen Saal, der Licht durch eine Glasdecke erhält. Auf dem Platz zeigt das Denkmal von 1927 vorn zwei Soldaten, hinten eine Frau, die Granaten trägt, und oben Atatürk zu Pferd.
Auf dem Bahnhofsgelände in Ulus war ein Steinhaus von 1892 ab dem 27. Dezember 1919 Atatürks Hauptquartier und Wohnung; der Vertrag mit Frankreich wurde dort am 21. Oktober 1921 unterzeichnet. Das Erdgeschoss ist heute ein Eisenbahnmuseum, und oben sind sein Empfangszimmer, sein Arbeitszimmer und sein Schlafzimmer so erhalten, wie sie waren. Das Ulucanlar-Gefängnis, von 1925 bis 2006 in Betrieb, wurde 2011 zum Museum; Wachsfiguren füllen seine Trakte, und seine Höfe erzählen von den Schriftstellern, die hier inhaftiert waren, darunter Nâzım Hikmet und Yaşar Kemal.
Hacı Bayram, das römische Ankara und Hamamönü
Die Hacı-Bayram-Veli-Moschee lehnt sich an die Mauer des Augustustempels; sie wurde erstmals 1427–28 errichtet. An ihrer Qibla-Wand birgt das Grabmal von 1429 neun Kenotaphe aus Kiefernholz, das von Hacı Bayram selbst und die von acht Scheichs, die ihm nachfolgten. An der Çankırı Caddesi in Ulus bewahren die Römischen Thermen den Grundriss eines Übungshofes und eines Bades, das Münzen in die Regierungszeit Caracallas datieren, zwischen 212 und 217 n. Chr.
Das Ethnografische Museum wurde 1925–26 nach einem Entwurf von Arif Hikmet Koyunoğlu erbaut, und seine Eingangshalle war von 1938 an Atatürks vorläufiges Grab, bis sein Leichnam 1953 nach Anıtkabir überführt wurde. Seine Säle reichen von seldschukischen und osmanischen Holzarbeiten bis zu Handschriften, Fliesen, Teppichen und Kelims. Das Museum der Stiftungswerke zeigt neben Stücken aus allen Regionen die hölzernen Fensterläden der Ahi-Evran-Moschee aus dem dreizehnten Jahrhundert und die Türen der Großen Moschee von Divriği.
Hamamönü ist nach dem Doppelbad von Karacabey benannt, das noch steht. Seine Holzhäuser und Herrenhäuser aus dem neunzehnten Jahrhundert wurden restauriert, und Mehmet Akif Ersoy, der hier die Nationalhymne schrieb, hat ein Hausmuseum in dem Park, der seinen Namen trägt. Im Viertel liegt auch das Schachmuseum der Gökyay-Stiftung mit Spielen aus 111 Ländern. Am Sıhhiye-Platz kopiert das Hatti-Denkmal von 1974 ein 24 Zentimeter hohes Ritualobjekt aus Alacahöyük, das heute im Museum für anatolische Zivilisationen ist; das Ministerium weist darauf hin, dass es den Hattiern und nicht den Hethitern zuzuordnen ist.
Tagesausflüge: Gordion, Beypazarı, Seen und Wälder
Gordion, die Hauptstadt Phrygiens und seit 2023 Welterbe, liegt bei Yassıhüyük, etwa neunzig Kilometer südwestlich des Zentrums von Ankara. Mehr als viertausend Jahre lang lebten hier Menschen, und unter Midas war es das Zentrum des phrygischen Königreichs; seine großen Grabhügel sind das Erste, was man in der Ebene sieht. Das Gordion-Museum im Dorf stellt die Funde Epoche für Epoche aus. Das Schlachtfeld am Sakarya, ein historischer Nationalpark auf dem Gebiet von Polatlı und Haymana, ist in vierundzwanzig Parzellen gegliedert; seine Verwaltung nennt die Schlacht die längste Feldschlacht der Weltgeschichte.
Beypazarı hat drei Mitmachmuseen, gegründet von der Kulturwissenschaftlerin Zehra Sema Demir. Im Lebendigen Museum im Herrenhaus Abbaszade ersetzen kostümierte Erzähler Vitrinen und Beschriftungen, und Besucher fertigen Modeldrucke an oder sehen ein Schattenspiel. Das Hamam-Museum füllt das Rüstem-Pascha-Bad aus dem sechzehnten Jahrhundert, und das Lebendige Dorf liegt in Macun, acht Kilometer außerhalb des Ortes.
Der Eymir-See liegt in einem Wald, den die Technische Universität des Nahen Ostens ab den 1960er-Jahren auf kahler Steppe gepflanzt hat, und ihre Ruder- und Segelteams trainieren auf dem Wasser. Sein Nachbar Mogan, zwanzig Kilometer südlich der Stadt in Gölbaşı, hat Nachweise von zweihundertsechsundzwanzig Vogelarten, darunter die Weißkopf-Ruderente. Der Soğuksu-Nationalpark, achtzig Kilometer nördlich bei Kızılcahamam, ist Kiefernwald auf vulkanischem Boden voller heißer und kalter Quellen, die als Heilbäder genutzt werden. Çubuk Karagöl, 68 Kilometer von Ankara, ist ein für Picknicks angelegter Waldsee. Die eigene Seite jedes Ortes enthält die Besuchsinformationen und, wo die Quelle sie nennt, Öffnungszeiten und Eintrittspreise.

































