Bolu liegt in den bewaldeten Bergen der westlichen Schwarzmeerregion, und die meisten kommen wegen seiner Seen. Abant, Yedigöller, Gölcük und Karagöl liegen jeweils in dichten Wäldern aus Kiefern, Buchen und Tannen. In der Provinz stehen außerdem zwei frühosmanische Stiftungen Bayezids I. von 1382, das Grab des Lehrers von Mehmed II. in Göynük und ein Skiort in den Köroğlu-Bergen.
Abant-See
Abant ist ein von Sedimenten teilweise gefüllter Kratersee auf 1.328 Metern in den Abant-Bergen südwestlich von Bolu, umgeben von Hügeln mit 1.400 bis 1.700 Metern Höhe. Er bedeckt 127 Hektar, ist an der tiefsten Stelle achtzehn Meter tief und wird unterirdisch gespeist. Seerosen säumen seine Ränder, und an den Hängen darüber wächst ein nach ihm benannter Krokus, Crocus abantensis. Seine Umgebung war seit dem 21. Oktober 1988 ein Naturpark und wurde am 9. Juni 2022 zum Nationalpark erhoben. Der Zugang führt über eine 22 Kilometer lange asphaltierte Zufahrt, die an der Abzweigung beim Dorf Ömerler von der Fernstraße D-100 Ankara–İstanbul abgeht; vom Park sind es 225 Kilometer bis Ankara und 258 bis İstanbul. Man kommt für einen Tag oder übernachtet, und die Fahrt lohnt sich in jedem Monat.
Yedigöller
Die Seen von Yedigöller entstanden durch Bergstürze. Auf Serpentin- und Vulkangestein stauten abrutschende Massen die Talausgänge, und dahinter sammelte sich Wasser; einige der Seen sind unterirdisch noch immer durch Sickerwasser miteinander verbunden. Der Wald rundum ist so dicht, dass man ihn ein Waldmeer nennen kann: Orientbuche, Hainbuche, Erle, Espe und Bergahorn, darunter Rhododendron. Die erste Forellenzucht der Türkei wurde hier 1969 eröffnet, und seither kommen Angler; die Forellen, die sie aus Abant mitbrachten, fraßen den Laich der einheimischen Fische und rotteten sie beinahe aus. Gehen Sie zum Aussichtspunkt Kapankaya, um den Blick über die Seen zu genießen, und achten Sie unterwegs auf den ausgeschilderten Naturdenkmal-Baum.
Gölcük und Karagöl
Gölcük, dreizehn Kilometer südlich von Bolu an der Straße nach Seben gelegen, ist ein kleiner künstlicher See von 4,5 Hektar auf 1.217 Metern, umgeben von Kiefern, Buchen, Tannen und Hainbuchen. Der 1.300 Meter lange Weg um den See ist für Autos gesperrt und dient dem Wandern und Radfahren; städtische Busse fahren vom Zentrum hinaus.
Karagöl liegt weiter entfernt und ist ruhiger: ein tiefer See von einem Hektar im Landkreis Kıbrıscık, hoch im Köroğlu-Gebirge auf über 1.400 Metern, etwa 80 Kilometer von Bolu entfernt auf Asphaltstraße. Schwarzkiefern machen drei Viertel seiner Wälder aus, und die Frösche in seinem Süßwasser ernähren eine ganze Reihe von Reptilien und Vögeln. Bungalows am Ufer und Glamping-Einheiten ermöglichen eine Übernachtung.
Mudurnu und Bolu: die Bauten Bayezids I. von 1382
Im Jahr 1382 ließ Bayezid I., damals noch Prinz, in Mudurnu eine Moschee, ein Bad und eine Medrese errichten. Die Kuppel der Moschee misst knapp zwanzig Meter im Durchmesser, für ihre Zeit eine große Spannweite, und die Provinzdirektion zählt sie zu den ersten großkuppeligen Bauten der osmanischen Architektur und zu den frühesten Moscheen auf acht Stützen. Ihre Mauern bestehen fast durchweg aus Bruchstein und haben nur wenige Fenster. Das Bad, im selben Jahr vom Architekten Ömer bin İbrahim in der Nähe der Moschee erbaut, ist ein Doppelbad mit getrennten Abteilungen für Männer und Frauen; Muqarnas schmücken seinen Eingang, es gilt als eines der schönsten Bäder seiner Zeit und wird bis heute als Bad genutzt.
Bayezid I. gründete im selben Jahr auch in Bolu eine Anlage, doch nur ihre Moschee ist erhalten, und zwar in späterer Gestalt. Der ursprüngliche Bau brannte 1891 ab und wurde 1899 mit einer einzigen Kuppel wiederaufgebaut, beim Erdbeben von 1944 beschädigt und nach dem von 1999 restauriert. Sie steht über einem Untergeschoss mit Läden im Viertel Buyukcami im Zentrum, und die Einheimischen nennen sie Büyük Cami; achten Sie im Inneren auf die Malereien.
Göynük: das Grab von Akşemseddin
Akşemseddin, der Lehrer von Mehmed II., starb 1459, und fünf Jahre später ließ der Sultan sein Grab in Göynük errichten, im Hof einer von Gazi Süleyman Paşa gestifteten Moschee. Es ist ein überkuppeltes Sechseck aus behauenem Küfeki-Kalkstein, und darin ist sein mit Inschriften beschnitzter Kenotaph aus Nussholz ein feines Stück osmanischer Holzarbeit. Er wurde 1390 in Damaskus geboren, war Gelehrter und Arzt und wird vom Ministerium als geistiger Eroberer İstanbuls bezeichnet; das Grab wird als Wallfahrtsort besucht.
Kartalkaya im Winter
Die Provinzdirektion für Kultur und Tourismus nennt Kartalkaya, 38 km südöstlich der Stadt, das wichtigste Wintersportzentrum der Türkei. Die Saison dauert von Dezember bis April. Neun Lifte bedienen fünfzehn Pisten von insgesamt etwa 30 km, Ausrüstung kann am Berg gemietet werden, und die Direktion schreibt dem Ort den größten Snowpark der Türkei zu.
Jeder dieser Orte hat auf dieser Website einen eigenen Führer mit Anfahrt und Besuchsangaben.









