Manavgat ist der östliche Teil des antiken Pamphylien — des Landes, das im Norden vom Taurus, im Süden vom Mittelmeer, im Osten vom Alara-Bach und im Westen vom Köprü-Bach umschlossen wird. Der Name ist griechisch, und die Gemeinde deutet ihn als das Land der vielen Völker: ein Land, in dem viele Sprachen gesprochen wurden und viele Stämme zusammenlebten. Stephanos von Byzanz schrieb, der Name sei später vergeben worden, nach einer Frau namens Pamphylia.
Die frühesten Kapitel sind ungewiss, und die Quelle sagt das auch so. Die Geschichte der Region im 14. und 15. Jahrhundert v. Chr. wird anhand griechischer Legenden beurteilt, und obwohl mykenische Kolonien in jenen Jahrhunderten an die pamphylische Küste gekommen sein sollen, ist das nicht erwiesen.
Die eigentliche Besiedlung beginnt im 8. und 7. Jahrhundert v. Chr. entlang der Mittelmeerküste. Die erste Stadt der griechischen Kolonien war Phaselis, gegründet 690 v. Chr., gefolgt von Side.
Menschliches Leben hier ist weit älter als jede Stadt. Die Besiedlung der Karain-Höhle bei Antalya reicht fünfzigtausend Jahre zurück, und die Menschen des Paläolithikums, die rund um Karain lebten, müssen auch in diesem Bezirk gelebt haben, zwei oder drei Tagesmärsche entfernt. Die ersten ernsthaften wissenschaftlichen Arbeiten in Seleukeia, nördlich der Stadt, wurden 1946 durchgeführt, kamen aber aus technischen und finanziellen Gründen nicht weit. Side, der Manavgat-Wasserfall und die antiken Städte des Bezirks haben jeweils ihre eigene Seite weiter unten.





