Überblick

Der als Yedi Kilise, die „sieben Kirchen“, bekannte Komplex ist eigentlich das Kloster Warak Wank. Trotz des Namens enthält er nicht sieben Kirchen: Es sind fünf, in zwei Gruppen, dazu ein an eine von ihnen angebautes Jamatun, eine Bibliothek und ein Glockenturm.

Die älteste der Kirchen ist die im achten Jahrhundert erbaute Sophienkirche, von der nur die Apsis erhalten ist. Die zweite, an ihre Nordwand angebaute und heute ruinöse Kirche ist die Johanneskirche. Diese beiden bilden die erste Gruppe.

Den Kern der zweiten Gruppe bildet die zwischen 1003 und 1021 erbaute Kirche der Heiligen Gottesmutter. Außen ist sie rechteckig und folgt einer Ost-West-Achse, im Inneren ist sie auf einem Vierpass-Grundriss angelegt. Die Kuppel dieser Zentralbaukirche ist eingestürzt. Der Innenraum öffnet sich auf vier Seiten in halbrunde Nischen, in den Ecken liegen Nebenräume. Betreten wird sie durch ein Portal in der Mitte der Westfassade, das vom später angebauten Jamatun aus erreicht wird. Die Türöffnung ist von nach innen gestuften Profilen und Bändern gerahmt und von einem Spitzbogen eingefasst; das Ganze ist reich mit Muqarnas, Rumi-Ranken, Kreuzmotiven und Wulstprofilen gestaltet.

Das 1648 westlich der Kirche angebaute Jamatun hat einen quadratischen Grundriss und ist in neun Joche geteilt, die jeweils von einer Kuppel überdeckt und durch Spitzbögen getrennt sind. Sein Westportal ist auffällig: ein Spitzbogen mit Muqarnas sowie Wulst- und Kehlprofilen, in dessen Mitte sich eine segmentbogige Öffnung befindet. Im Inneren tragen die Wände und Pfeiler Fresken. Bei Kirche und Jamatun wurde sauber behauener Stein verwendet, an den Portalen Marmor, in den Gewölben Ziegel und in den Nischen und anderen Architekturdetails zweifarbiger Stein.

Ein weiteres Gebäude dieser Gruppe ist die heute zerstörte Kapelle des heiligen Siegels. Sie war an die Nordwestecke der Kirche der Heiligen Gottesmutter angebaut und von dieser aus über einen Gang zu erreichen.

Die 1817 nördlich des Jamatun angefügte Heilig-Kreuz-Kirche ist ein einschiffiger, von Ost nach West verlaufender Bau aus grob behauenem Stein. Die Sion-Kirche wurde 1849 an die Südwand des Jamatun angebaut; sie ist rechteckig und einjochig, von einem von Ost nach West verlaufenden Tonnengewölbe überdeckt, und ihre Wände sind in zwei Ziegellagen auf eine Steinlage aufgemauert.

Der untere Teil des westlich des Jamatun angefügten Glockenturms ist als dreijochige Vorhalle gestaltet.

Wann hinfahren

Klima
Across Van as a whole, monthly mean temperatures run from -3 °C in January to 22.4 °C in July; the mean stays between 15 and 25 °C in June, July, August and September; rainfall is heaviest in April (55 mm) and lightest in August (6 mm). Long-term means for 1939-2025 from the Turkish State Meteorological Service (MGM).Geprüft: 22. September 2026